Elsterwerk

Werkstattmarkt 2019

In den ELSTER-WERKSTÄTTEN liefen seit Wochen die Vorbereitungen für das traditionelle November-Highlight Werkstattmarkt.

Im Berufsbildungsbereich und auch im Förder- und Beschäftigungsbereich wurde getöpfert, gesägt, gefeilt, lasiert, bemalt und detailreich verziert. Es entstanden zahlreiche Dekorationsartikel aus Holz, Ton oder Stoff – jedes einzelne Stück ist ein Unikat. Die Besucher des Werkstattmarktes freuen sich jedes Jahr auf genau diese limitierten Werkstattprodukte, die von Menschen mit Behinderungen gestaltet werden. Wenn dann am Freitag Nachmittag die bunten Stände aufgebaut sind, die Tische und Regale sich biegen, die kleinen Lichter angehen und die ersten Besucher in die Flure der Werkstatt strömen – dann ist er wieder da: der Werkstattmarkt. In diesem Jahr konnten die ELSTER-WERKSTÄTTEN mit einer großen Überraschung für die kleinsten Besucher des Werkstattmarktes aufwarten: das Stabpuppentheater wurde komplett überarbeitet und ganz neu aufgebaut. Neue, größere Holzfiguren wurden entworfen und sind nun auch aus der letzten Reihe zu erkennen.
Die Zuschauer lobten die tolle Arbeit, die leuchtenden Farben und zeigten sich absolut begeistert vom ausdrucksstarken Spiel der Werkstattbeschäftigten. Diesmal hatte das Märchen „König Drosselbart“ Premiere.
Die Gebrüder-Grimm-Erzählung wurde modern interpretiert, die Dialoge sorgten für zahlreiche Lacher unter den Zuschauern und die Mitspieler hinter der Bühne sind wirklich über sich hinaus
gewachsen. „Es war ja so lustig!“, schwärmte Familie Schulze aus Herzberg. Seit ein paar Jahren besucht sie jedes Jahr den Werkstattmarkt und hat die positive Veränderung des Stab-
puppenspiels sofort bemerkt. „Das wurde aber auch Zeit, dass die Figuren größer gemacht worden sind. Und die Be-
malung ist echt eine Wucht. Die Jungen und Mädchen haben ganz hervorragend gespielt.“ Der verrückte Prinz „Bunti“ oder der gähnende Langweiler-Prinz und auch die „Marktschreierin“ haben bei Frau Schulze einen bleibenden Eindruck und ein Schmunzeln hinterlassen.
Neben dem Stabpuppentheater lockte auch der Auftritt der Kinder aus unserer Kita „Märchenland“ und die Line-
Dance-Gruppe kleine und große Be-
sucher an. „Das Programm ist hier jedes Jahr so bunt und vielfältig, dass wir gern mit unserer Enkelin herkommen“, sagt Frau Steg, die mit der fünfjährigen Sarah in der Warteschlange beim Kinder-
schminken steht. Werkstattbeschäftigte Meike Kschieschow unterstützte den Bastelstand im GrünHaus und hat als „Werkstattreporterin“ auch ein paar Stimmen der Marktbesucher ein-
gefangen. „Wir kommen aus Torgauund kaufen hier jedes Jahr die Kränze und Gestecke für den kommenden
Totensonntag.“, meint das Ehepaar Götze. „Es ist auch toll, die fleißigen Frauen zu beobachten, die das Nadelgrün verarbeiten und so schön verzierte Gebinde daraus entstehen lassen.
» Und das riesige GrünHaus mit all den leuchtenden Farben, den hunderten Alpenveilchen und üppig blühenden Weihnachtssternen beeindruckt uns jedes Jahr aufs Neue.“ Solche Worte sind am Ende auch ein Lohn für die Mitarbeiter, die den Werkstattmarkt so lange vorbereiten und die beiden Tage für alle Besucher so angenehm gestalten. Im Kuchenkaffee im GrünHaus duftet es nach frisch gebackenen Waffeln, das beschwingte Klavierspiel von Frau Lubrich und Herrn Kauter (Musikschule Herzberg) unterhält die gesellige Kaffeetafel und sorgt für angenehme Atmosphäre. Das Wetter ist ja auch immer ein Faktor, der solch eine Veranstaltung stark mit beeinflusst.
In diesem November war es recht angenehm, nicht zu warm aber kalt genug für Glühwein und Bratwurst auf dem Außengelände des GrünHauses, welche gestresste Ehemänner-Nerven gern zur Stärkung nutzten, um die schweren, mit Pflanzen und Deko vollgepackten Tüten Ihrer Ehefrauen nach Hause tragen zu können. Die HolzWerkstatt hat mit ihren Mitarbeitern viele Kinder und ihre Väter angelockt, sich handwerklich zu betätigen. Es konnten Vogelhäuser, Obstwiegen oder ein Werkzeugkoffer zusammengebaut werden. Individuelle Geschenke konnten die Besucher des Werkstattmarktes in der Gravur-Abteilung anfertigen lassen. Verschiedene Thermoskannen oder der kleine Flachmann mit persönlicher
Widmung sind eine prima Geschenkidee. Ebenso wie ein gemeinsames Familien- oder Freunde Porträt welche es zum sofort mitnehmen an der Foto-Box gab.
Das Gymnasium Herzberg war erstmals mit vor Ort, die Abiturienten verkauften im Hauptgebäude Sandwiches, Kaffee und leckeren Kuchen, um die Abikasse aufzufüllen. Am Ende sah man viele glückliche Gesichter, manche mit Puderzucker auf den Wangen oder Ketschup bis zu den Ohren.
Eltern mit Kindern, die voller Stolz ihre selbst gebastelten Meisterwerke nach Hause trugen: Holztannenbäumchen, bemalte Holzdinosaurier oder ein großer, selbst gestalteter Advents-
kalender. Auf eine schöne Adventszeit ...